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Dickdarmkrebs frühzeitig erkennen - sorgen Sie vor!
Derzeit läuft österreichweit eine Aufklärungs-Kampagne hinsichtlich Dickdarmkrebs, der sich auch das Landeskrankenhaus Bad Ischl aktiv angeschlossen hat.
Im Ischler Spital werden jährlich rund 15 Fälle von Dickdarm- bzw. Mastdarmkrebs behandelt. „Diese spezielle Krebserkrankung ist leider nicht mehr nur auf ältere Menschen beschränkt“, informiert Prim. Dr. Wolfgang Mayerhoffer, Leiter der Chirurgie am LKH Bad Ischl, „Wir haben auch Fälle von Darmkrebs-Patienten, die zwischen 30 und 40 Jahren alt sind. Bei jüngeren Menschen entwickelt sich der Tumor leider überaus rasch, daher sind regelmäßige Kontrollen sehr wichtig, vor allem wenn in der Familie bereits eine Dickdarmkrebs-Erkrankung vorliegt.“ Sofern keine Familienmitglieder an diesem speziellen Tumor erkrankt sind, sollte mit regelmäßigen Vorsorge-Untersuchungen spätestens ab dem 45. Lebensjahr begonnen werden.

Das Ischler Spital ist spezialisiert auf schmerzfreie Untersuchungsmethoden im Rahmen der Dickdarmkrebs-Vorsorge und Behandlung. „Angst ist daher völlig unbegründet,“ will Stadlmayr die Patienten motivieren, „Ebenso Angst vor einem möglichen positiven Befund, denn es gibt heute bereits beste Behandlungsmöglichkeiten. Wichtig ist jedoch das frühzeitige Erkennen einer Krebserkrankung.“
In 80% der Fälle zeigt das Dickdarmkrebs-Karzinom eine gutartige Vorstufe, Polypen, die leicht zu entdecken und rasch endoskopisch zu entfernen sind. Der Patient ist damit geheilt. „Doch weder die Polypen noch ein Tumor verursachen im Anfangsstadium Schmerzen, die einen Weg zum Arzt notwendig machen. Daher ist es wichtig, dass jede noch so kleine Veränderung im Verdauungstrakt vom Patient ernst genommen und beobachtet wird.“ erklärt der Chirurg.
Als Alarmzeichen sollte der Patient auf jeden Fall Blut im Stuhl bzw. merkliche Stuhlveränderungen (z.B. mehrmalige Entleerung hintereinander), die länger als drei bis vier Wochen anhalten, werten. Ursache dafür muss aber nicht unbedingt eine Krebserkrankung sein, es kann auch ein harmloser Polyp oder eine Entzündung diese Beschwerden hervorrufen.