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Schnarchen gefährdet die Gesundheit - Dr. Buchacher informiert.....
Schlaflose Nächte, weil der Partner schnarcht. Dieses Phänomen ist vielen aus eigener Erfahrung bekannt. Doch diese „Lärmbelästigung“ aus nächster Nähe ist nicht nur für diejenigen unangenehm, die deswegen unter Schlafentzug leiden. Denn obwohl die meisten Schnarcher belächelt werden, können diese ernstzunehmenden Gesundheitsgefährdungen ausgeliefert sein. Das Landes-Krankenhaus Bad Ischl informiert Betroffene über Möglichkeiten einer Therapie.
Das Schnarchen wird meist belächelt, doch es kann zu einer ernstzunehmenden Gesundheitsgefährdung durch Sauerstoff- und Schlafmangel führen. „Bei manchem Schnarcher kommt es zu Atemstillständen von bis zu 60 Sekunden, die in der Nacht mehr als 100 Mal auftreten können“, erklärt Dr. Anton Buchacher, Konsiliarfacharzt der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten am Landes-Krankenhaus Bad Ischl und fährt fort: „Dadurch bekommt das Gehirn viel zu wenig Sauerstoff, es drohen Gehirnschlag, Herzinfarkt und schwere Herzrhythmusstörungen, langfristig gesehen auch erhöhte Blutdruckwerte bis hin zu chronischem Bluthochdruck“.
Doch Schnarchen ist nicht gleich Schnarchen. Zum einen gibt es das gleichmäßige primäre Schnarchen die ganze oder Teile der Nacht über. Darüber hinaus kann es auch zum krankhaften Schnarchen – der so genannten „obstruktiven Schlafapnoe“ kommen. Bei der dieser Form endet das Schnarchen abrupt und ein Atemstillstand von zehn bis zu 60 Sekunden tritt auf. Danach folgt eine plötzliche Weck-Reaktion, die sich als tiefer Seufzer bzw. tiefes Luftschnappen zeigt.
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Unbehindeter Luftweg in gesunder Nasenhaupthöhle
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Einengung der Nasenhaupthöhle durch die Polypen und die verbogene NAsenscheidewand >>>

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„Das gefährliche bei der krankhaften Form ist, dass es der Patient selbst nicht merkt“, warnt Dr. Buchacher, „Wir empfehlen daher den Lebensgefährten, die Schlafgewohnheiten genau zu beobachten, um diese bedrohlichen Atemstillstände festzustellen. Zur Absicherung der Diagnose muss sich der Schnarcher allerdings in einem Schlaflabor (zum Beispiel am LKH LKH Vöcklabruck) untersuchen lassen.“
Verminderte Schlafqualität bleibt nicht ohne Folgen
Bei der obstruktiven Schlafapnoe leiden die Kranken auch unter einer ausgeprägten Morgenmüdigkeit, unter Leistungsschwäche und einer starken Reizbarkeit den ganzen Tag über. Die Selbst- und Fremdgefährdung, vor allem im Straßenverkehr, ist groß. Alleinstehende können daher auch an diesen Symptomen bereits typische Anzeichen einer eventuellen krankhaften Form des Schnarchens erkennen.
Nicht zu übersehen ist, dass auch jedes zehnte Kind unter einer obstruktiven Schlafapnoe durch zu große Rachen- und Gaumenmandeln leidet. Durch die rasche und einfache Entfernung dieser Gewebeteile erhöht sich nicht nur die Lebensqualität des Kindes - es wird wacher, frischer, lebensfroher -, sondern auch die Infektanfälligkeit verringert sich merklich.
Beim normalen Schnarchen hilft in vielen Fällen eine kleine Operation in Form einer Korrektur der Nasenscheidewand, der Entfernung von Nasenpolypen, Rachen- und Gaumenmandeln. Ferner gibt es spezielle Schnarch-Operationen, bei welchen oft ein Teil des weichen Gaumens abgetragen wird. In machen Fällen genügt auch schon die neueste und schonendste Methode der Radiofrequenz-Therapie, die seit kurzem auch am LKH Bad Ischl angeboten wird. Bei dieser Operation wird das zu lange Gaumensegel durch thermische Nadelungen zur Schrumpfung gebracht und es ist kein Schleimhautschnitt erforderlich.
Bei schweren Fällen der obstruktiven Schlafapnoe ist es notwendig, dass der Kranke während des Schlafens ständig eine Beatmungsmaske trägt. Die Maske, welche über die Nase gestülpt wird, erzeugt einen Überdruck im Mundraum, wodurch ein Zusammenfallen der Atemwege verhindert wird. „Die Abhängigkeit von einem Beatmungsgerät wird von Patienten oft schwer toleriert, ist jedoch absolut lebensrettend“, will Dr. Buchacher motivieren.
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