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Brustkrebs – Regelmäßige Vorsorge nimmt der Krankheit ihren Schrecken

 OA Dr. Tibor Geley
OA Dr. Tibor Geley
Die medizinische Statistik spricht eine traurige Sprache. Beinahe jede achte Frau in Österreich erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Eine Diagnose, die nicht lebensbedrohlich sein muss, wenn man den Knoten früh genug erkennt. Deshalb appelliert Oberarzt Dr. Tibor Geley vom Landes-Krankenhaus Bad Ischl auch an das Vorsorgebewusstsein der Frauen

.„Je kleiner der Knoten bei der Diagnose ist, desto größer sind die Heilungschancen. So kann zurzeit bei einem bösartigen Knoten in der Brust, der bis 1 cm misst, eine Heilung in über 90 Prozent der Fälle erfolgen. Leider werden aber gerade in Österreich meist größere Knoten bei der Erstdiagnose entdeckt“, weiß Dr. Geley aus der täglichen Praxis. Dabei wäre die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung keine große Sache. Neben der Selbstuntersuchung der Brust sollte spätestens ab dem 50. Lebensjahr einmal jährlich eine Mammografie durchgeführt werden.

Aber nicht nur das Alter erhöht das Risiko, an einem Mammakarzinom zu erkranken: „Ein früher Menstruationsbeginn, späte Wechseljahre, Übergewicht nach der Menopause, Kinderlosigkeit und nicht zuletzt das Rauchen fördern die Bildung bösartiger Tumore in der Brust“, zählt Dr. Geley die Gefahren auf. Bei der Verwendung der Pille kann der Mediziner aber Entwarnung geben: „Nach neuesten Erkenntnissen hat die Einnahme der Pille keinen Einfluss auf das Auftreten dieser Krebsart.“

 OA Dr. Geley und OA Dr. Jungers bei der präoperativen OP-Planung
OA Dr. Geley und OA Dr. Jungers bei der präoperativen OP-Planung 

Ist bei einer Untersuchung ein verdächtiger Knoten aufgefallen, sollten die Betroffenen zwar rasch handeln, Angst vor der Untersuchung muss aber niemand haben: „Zunächst erfolgt mittels Ultraschall und Mammografie die genaue Lokalisation und Beurteilung des Knotens. Anschließend wird eine Stanzbiopsie in örtlicher Betäubung und somit schmerzlos durchgeführt. Sollte dabei ein bösartiger Knoten diagnostiziert werden, wird mit der Patientin die Operation geplant, die erfreulicherweise fast immer brusterhaltend durchgeführt werden kann. Dabei werden sämtliche internationale Standards eingehalten, erklärt der Chirurg den Ablauf. Die im Anschluss an eine brusterhaltende Operation vorgeschriebene Bestrahlung der betroffenen Brust (Radiotherapie) wird in Linz oder Salzburg durchgeführt. Sollte eine Chemotherapie notwendig sein, werden die Patientinnen in hervorragender Weise durch Herrn OA Dr. Michael Schiffer betreut.

Als großer Vorteil für die Patientinnen erweist sich im LKH Bad Ischl die Größe der Abteilung: „Aufgrund der kleineren Abteilung kann viel mehr Zeit für die Patientin gefunden werden und damit auch eine individuellere Betreuung erfolgen. Der Wechsel in ein großes Krankenhaus bringt also keine Vorteile für die Patientin“, ist sich Dr. Geley sicher und fügt abschließend hinzu: „Die guten Ergebnisse und Erfolge bei Brustkrebspatientinnen zeigen, dass unser derzeitiges Team bestehend aus Radiologen, Chirurgen und Internisten auf dem richtigen Weg ist und kein Behandlungsdefizit zu großen Krankenhäusern besteht.
Für weitere Auskünfte steht den Patientinnen die Brustambulanz an der Chirurgischen Abteilung des LKH Bad Ischl zur Verfügung.