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Es muss nicht immer nur Laufen sein: Aqua Fitness fördert Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit

 

Um sich körperlich fit zu halten, müssen nicht immer nur die alt gedienten Ausdauersportarten wie Laufen, Radfahren oder Schwimmen herhalten. Modernes Aquatraining, wie es im Landes-Krankenhaus Bad Ischl angeboten wird, verbessert die Kondition und macht gleichermaßen Spaß. Der sanfte und sichere Sport im Pool bringt für die Gesundheit der PatientInnen noch viele weitere Vorteile mit sich.  Aqua Fitness fördert Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit

Aquatraining wird in Bad Ischl sowohl den stationären als auch den poststationären PatientInnen angeboten, wobei besondere Schwerpunkte bei Schulter-, Knie-, Hüft- und Wirbelsäulen-Gruppen liegen. Richard Neuper, leitender diplomierter Physiotherapeut am LKH Bad Ischl, ist von den Vorzügen dieser Methode überzeugt: „Die Übungen im Wasser sind zwar durch den Widerstand anstrengend, das Verletzungsrisiko ist aber gleich Null. Vor allem Rücken und Gelenke werden geschont und eine gute Körperhaltung gefördert. Nicht zuletzt werden Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination verbessert.“

Das Element Wasser wird beim Aqua Fitness spielerisch ausgenützt und kann vielen PatientInnen neue Bewegungs- und Handlungsräume eröffnen. Dies ist beispielsweise bei depressiven und neurologischen PatientInnen besonders wichtig. „Unsere Aquatrainer sind nach spiraldynamischen Prinzipien speziell ausgebildet und verwenden nur die neuesten Hilfsmittel und Trainingsgeräte. Das Repertoire an Übungen ist groß, so dass Spaß und Abwechslung nie zu kurz kommen“, so Richard Neuper über die feuchtfröhliche Bewegungsalternative. Der Physiotherapeut weiß um die vielseitigen Praktiken und Voraussetzungen des Trainings im feuchten Nass: „Verschiedene Aufstellungsformen, wie zum Beispiel Partnerübungen, lockern die Einheit auf und fördern das Gruppengefühl. Alle PatientInnen sollen sich frei im Becken bewegen können und dürfen auf Grund ihrer körperlichen Vorraussetzungen dabei nicht ausgeschlossen werden. Behinderte oder Nichtschwimmer sollen sich beispielsweise nicht mühevoll und angstvoll durchs tiefe Wasser kämpfen müssen.“

Da Aquatraining nicht nur als Rehabilitationsmaßnahme gedacht ist, ist es auch jedem Interessierten zu empfehlen. Ausgestattet mit einer so genannten Aquanudel, für vier Euro im Baumarkt oder Sportfachhandel erhältlich, kann sich jeder im kühlen Nass sportlich betätigen. Richard Neuper hat abschließend für alle passionierten „Wasserratten“ einige gute Tipps parat, um minutenschnell und kostengünstig diesem idealen sportlichen Ausgleich zu Lauftraining und Co. nachgehen zu können: „Viele Trainingsgeräte kann man sich kostengünstig daheim basteln. So ersetzen leere Plastikflaschen beispielsweise teure Aquahanteln, ganz normale Waschlappen erhöhen den Widerstand im Wasser genauso wie professionelle Neopren-Aquahandschuhe und eine einfache Frisbeescheibe steht den modernen Aquadisks um nichts nach.“