Gesundheit mit System

Servicemenü:
HD_Bad_Ischl(1)Logo LKH Bad Ischl

 

Inhalt:

Rundes Jubiläum für Bad Ischler Kinderstation: 30 Jahre an der Seite von Familien und Kindern

Über einen runden Geburtstag darf sich die Station für Kinder- und Jugendheilkunde am Landes-Krankenhaus Bad Ischl freuen: Am 15. November 1976 eröffnet, hat sich die Kinderstation in den 30 Jahren ihres Bestehens zu einem familien- und kinderfreundlichen Zentrum nach modernsten medizinischen und psychologischen Gesichtspunkten entwickelt, das aus der Region Salzkammergut nicht mehr wegzudenken ist.  
 

Großes Einzugsgebiet wird abgedeckt

Die Station für Kinder- und Jugendheilkunde am Landes-Krankenhaus Bad Ischl wird heute interdisziplinär für die Bereiche Pädiatrie, Chirurgie, Unfallchirurgie, Gynäkologie, HNO und Urologie geführt. Die Leistungspalette ist dabei breit gestreut, sind doch junge HNO-, Augen- und UnfallpatientInnen ebenso gut aufgehoben wie Kinder und Jugendliche mit chirurgischen, gynäkologischen und urologischen Beschwerden. Besonders wichtig ist es dem Personal, den Kindern die Angst zu nehmen. Dies wird gewährleistet durch die ständige Anwesenheit der Mutter bei den Untersuchungen und Begleitung in den Aufwachraum sowie die schmerzlose Blutabnahme durch den Einsatz eines speziellen Lokalanästhetikums.

„Mit der Aufnahme und Behandlung von rund 1000 kleinen PatientInnen pro Jahr aus den verschiedenen Fachrichtungen deckt die Abteilung somit 90 Prozent des gesamten Einzugsgebietes ab“, weiß HR Prim. Dr. Franz Thalhammer, Ärztlicher Leiter am LKH Bad Ischl um die Wichtigkeit dieser Einrichtung, „bei den restlichen PatientInnen handelt es sich um schwerwiegende Fälle, die aus gesundheitlichen Gründen verlegt werden müssen.“ Das medizinische Kompetenzzentrum im Salzkammergut ermöglicht Kindern und Jugendlichen somit eine rasche und kompetente Behandlung, ohne beschwerliche Wegstrecken in Spitäler nach Salzburg oder Linz absolvieren zu müssen.

Rasante Entwicklungen in dreißig Jahren

Unter der Leitung von Kinderfacharzt Dr. Helmut Schott begannen 1976 sechs Kinderschwestern ihren Dienst an der neu geschaffenen Kinderstation des Landes-Krankenhauses. Nach Martha Kogler (1976 – 1978) und Eva Pölzgutter (1978-1985) übernahm im September 1985 schließlich Schwester Monika Gschwandtner die Leitung der Station, die sie auch heute noch innehat. Von der „alten Garde“ sind zwei auch heute noch aktiv.

Zwischen 1987 und 1990 wurde die alte Kinderstation einer grundlegenden Modernisierung unterzogen. So wurden neben neuen Fenstern und einem Mutter-Kind-Zimmer auch ein großer Spielraum, ein Bad sowie zahlreiche Abstellräume eingerichtet.  

Räumliche Nähe von Kinderheilkunde und Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Jahr 2003

Die letzte große Baumaßnahme fand im Jahr 2003 mit der Verlegung der Kinderstation in die ehemalige Wochenstation im zweiten Stock des Landes-Krankenhauses statt. Bei der Ausstattung und der Gestaltung der Räumlichkeiten dieser Station wurde besonders darauf geachtet, eine kindgerechte Atmosphäre zu schaffen.

„Die modernst eingerichteten Zwei- und Dreibettzimmer  wurden mit Dusche und WC ausgestattet. In jedem Zimmer befindet sich TV, Radio und Telefon, der Spielbereich ist im  Zentrum der Station, erinnert sich DKKS Monika Gschwandtner zurück. „Mit dieser Zusammenlegung konnte außerdem die Bettenanzahl den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden und die kinderärztliche Versorgung des inneren Salzkammergutes bis hin über die Landesgrenzen weiterhin gewährleistet werden.“ Die modernen Säuglingszimmer mit Bade- und Wickeleinrichtungen fungieren seither als Mutter-Kind-Einheit. Der Station ist eine gemeinsame Milchküche integriert, wo täglich Säuglingsnahrung für die Neugeborenen der Wochenstation und für Säuglinge und Kleinkinder der Kinderstation zubereitet wird.

Neben der kindergerechten Ausstattung und Gestaltung der Räumlichkeiten wurde auch die Optimierung hinsichtlich einer nahtlosen Verlegung bei einer notwendigen Akutversorgung von Neugeborenen bzw. bei auftretenden Erkrankungen innerhalb der Neugeborenenperiode vorgenommen.

Familiäre Atmosphäre für die kleinen PatientInnen

Das medizinische Team der Kinderstation ist damals wie heute bemüht, den jungen PatientInnen ihren Spitalsaufenthalt so angenehm wie möglich zu machen: „Da wir eine kleine Station sind, wo mehrere Disziplinen betreut werden, ist es immer sehr abwechslungsreich und familiär“, weiß Dr. Jutta Sigmund. Die Stillberatung erfolgt durch speziell geschultes Personal und die Physiotherapie durch eine für Kinder ausgebildete Bobath-Therapeutin. „Bei Bedarf ist auch fachliche psychologische Betreuung und Beratung möglich“, ergänzt Dr. Irene Fellinger. Und auch Mama und Papa können  während des Aufenthaltes im Spital bei ihren Kindern bleiben, ist doch die Mitaufnahme einer Begleitperson bei PatientInnen unter sechs Jahren jederzeit möglich und auch erwünscht.

Familiär geht es aber nicht nur zwischen Arzt und PatientInnen zu, sondern auch die persönliche Zusammenarbeit und das Miteinander im kleinen medizinischen Team der Abteilung stimmt, wie DKKS Monika Gschwandtner abschließend betont: „Wir machen jedes Jahr mindestens einen gemeinsamen Stationsausflug oder unternehmen andere Aktivitäten wie Rodeln, Essen gehen oder Skifahren. Das schweißt zusammen und sorgt letztlich sicher für eine hohe Qualität der Arbeit, die wir am Landes-Krankenhaus Bad Ischl tagtäglich abliefern.“

Link zum Kinderaktionstag