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3000. Dialyse am LKH Bad Ischl

„Wenn es keine Dialyse gäbe, würde ich schon 20 Jahre nicht mehr leben“, sagt Frieda Schmaranzer aus Bad Goisern. Seit Februar 1988 kommt sie drei Mal wöchentlich für vier Stunden ins Landes-Krankenhaus Bad Ischl zur Blutwäsche. Mit ihren 3.000 Dialysen hat sie in Summe 500 Tage rund um die Uhr am Dialysegerät verbracht. Eine Anzahl die österreichweit nur bei ganz wenigen PatientInnen möglich ist.

Nach den Schwangerschaften mit ihren beiden Söhnen musste Schmaranzer regelmäßig zur Blutkontrolle. Mit Medikamenten und Diäten war die immer schlechter werdende Nierenfunktion bald nicht mehr zu behandeln. „Meine erste Dialyse habe ich noch in guter Erinnerung. Als belastend empfand ich nur, dass es mit einer Behandlung nicht getan war“, erinnert sie sich. 1994 wurde Frieda Schmaranzer eine Niere transplantiert. Zwei Monate danach kam es zur Abstoßung – die Dialyse musste fortgesetzt werden. Eine weitere Nierentransplantation kommt nicht in Frage, da die zweifache Mutter zu viele Antikörper hat. Sie hat – genauso wie ihr Mann und ihre beiden Söhne – mit der Erkrankung leben gelernt.

Ihren Lebensmut lässt sich Frieda Schmaranzer dennoch nicht nehmen. Seit kurzem ist sie Oma: „Ich freue mich, dass ich das noch erleben darf.“ An die wöchentlichen zwölf Stunden am Dialysegerät hat sie sich schon gewöhnt: „Da wird einfach nichts anderes geplant.“ Die Zeit während der Dialyse verbringt die Patientin mit Schlafen, Lesen und Essen: „Ich freue mich schon immer auf das Krankenhausessen.“ Schmaranzer schätzt die kompetente und persönliche Betreuung am LKH Bad Ischl, denn ohne diese familiäre Atmosphäre wäre die Dialyse wesentlich anstrengender. „Man ist hier keine Nummer“, sagt sie. Da die Dialysepatientin auch die alte Station noch gut kannte, ist sie froh über die Übersiedlung in das neue, freundlichere Ambiente.

Die Bad Goiserin versucht ihr Leben so unbeschwert wie nur irgendwie möglich zu leben. Sie genießt ihren Garten, geht im Winter auch mal Skifahren, kocht und backt. Selbst vom Reisen lässt sie sich nicht abhalten. „Es ist nur eine längerfristige Planung nötig, weil man sich einen Dialyseplatz organisieren muss“, sagt sie locker. „Innerhalb der EU ist das ganz einfach. Ich war schon mehrmals in Italien und auf Korsika.“

Menschen mit 3.000 Blutwäschen sind österreichweit eine absolute Seltenheit. „Jeder Tag ist ein Geschenk für mich“, weiß auch Schmaranzer. Sie hat folgenden Spruch zu ihrem Lebensmotto gemacht: „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann und den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann. Und die Weisheit eines vom anderen zu unterscheiden.“

  
Der Kaufmännische Direktor, Georg Stögner mit Frieda Schmaranzer anlässlich ihrer 3.000 Dialyse.