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Patienteninformation zu Tagesklinischen Eingriffen
Liebe Patientin! Lieber Patient! Liebe Eltern!
Wir möchten Sie recht herzlich in unserem Krankenhaus begrüßen und Ihnen einen kurzen Überblick über den Ablauf einer Tagesklinischen Operation geben.
Da unsere Tagesklinik am LKH Bad Ischl noch im Bau ist, werden Tagesklinische Patienten derzeit auf den Pflegestationen der jeweiligen Fachabteilung betreut. Die Eingriffe bei Tagesklinischen Patienten werden im Zentral OP durchgeführt.
Damit Sie sich ein Bild machen können, möchten wir Sie vorab informieren.
Was bedeutet Tagesklinik?
In einer Tagesklinik werden Operationen durchgeführt, die nur einen relativ kurzen Aufenthalt im Krankenhaus nach Operation und Narkose notwendig machen.
Der Patient kann das Krankenhaus am Operationstag verlassen.
Es gelten für tagesklinische Eingriffe dieselben Qualitäts- und Sicherheitsstandards wie für einen längeren stationären Aufenthalt.
Tagesklinische Eingriffe werden nur nach gründlicher ambulanter, chirurgischer und anästhesiologischer Aufklärung durchgeführt.
Welche Eingriffe eignen sich für Tagesklinische Operationen
• Kleinere Operationen an Hand oder Fuß
• Entfernung von Metallimplantaten nach Knochenbrüchen
• Nasenpolypen
• Phimose Operation
• Kleinere Gynäkologische Operationen
• Kleinere allgemeinchirurgische Eingriffe
• Allgemein: Operationen die keine längere Überwachung nach dem Eingriff notwendig machen und nur mäßige Schmerzen verursachen, die mit Tabletten oder Tropfen/Zäpfchen gut beherrschbar sind.
Vorteile für Sie durch einen Tagesklinischen Aufenthalt
• Kurze Verweildauer im Krankenhaus
• Geringere Beeinträchtigung des Patienten durch Umgebungswechsel, Trennung von Angehörigen usw..
• Erholung nach der Operation im gewohnten, familiären Umfeld
• Vor allem bei Kindern spielt die kürzere Trennung von Bezugspersonen und kürzerer Verlust der gewohnten Umgebung eine große Rolle.
• Nachbetreuung durch den operierenden Chirurgen
• Geringere Gefahr einer im Krankenhaus erworbenen Infektion
• Bei Problemen rund um die Uhr einen sicheren Ansprechpartner und die Möglichkeit bei Problemen für eine stationäre Aufnahme
Vorbedingungen für tagesklinische Operationen
• Sie sind mit einer tagesklinischen Operation einverstanden.
• Es ist sowohl von chirurgischer Seite her als auch von Narkose-Seite her ein Tageschirurgischer Eingriff möglich
• Aktuelle Telefonnummer von Ihnen muss bekannt gegeben werden.
• Eine Begleitung vom Krankenhaus nach Hause ist gewährleistet.
• Eine Betreuung in den ersten 24 Stunden zu Hause ist sichergestellt.
• 24 h nach dem Eingriff dürfen Sie nicht selbst aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, keine gefährlichen Tätigkeiten durchführen und keine wichtigen Entscheidungen treffen.
• Bei Dauermedikation wird die Therapie für den Operationstag besprochen.
• Vor Narkosebeginn bitte Schminke, Schmuck/Piercing, evtl. Zahnprothese ablegen!
• In der Früh, bevor sie ins Krankenhaus fahren, bitte gründlich duschen.
Nüchternheit
Die präoperative Nahrungskarenz gilt für den ambulanten/tageschirurgischen Patienten genauso wie für den stationären Patienten.
• 6 Stunden: Feste Speisen, andere als klare Getränke, kohlensäurehältige Limonaden, Trinknahrung für Säuglinge, Alkoholische Getränke, Rauchen
• 4 Stunden: Muttermilch
• 2 Stunden: Klare Getränke, auch kohlehydrat- oder proteinhältig. Wasser, Tee, Kaffee ohne Milch, klare Fruchtsäfte, spezielle präoperative Präparate
Planung eines tagesklinischen Eingriffs
Sie werden von Ihrem Arzt (Arzt für Allgemeinmedizi/Facharzt) an eine chirurgische Fachambulanz im Krankenhaus Bad Ischl zugewiesen.
Dort werden Sie untersucht und evtl. die Notwendigkeit für eine Operation festgestellt.
Wenn der Eingriff tagesklinisch durchführbar ist, wird die/der Chirurgin/Chirurg dies mit Ihnen besprechen und sie erhalten einen Tagesklinischen OP – Termin.
Sie unterschreiben die Einwilligungsbögen und werden anschließend in die Anästhesieambulanz (POA = Perioperative Ambulanz) überwiesen.
Nachdem ein OP Termin festgelegt wurde muss jeder Patient mindestens 24 Stunden vor der Operation in der Anästhesieambulanz (POA = Perioperative Ambulanz) begutachtet werden.
Bitte nehmen sie Ihre derzeitigen Medikamente die sie benötigen und aktuelle und relevante Befunde mit.
Prämedikationsgespräche (Narkosevorbesprechung) sind bis 3 Monate vor geplanter OP möglich.
Die Anästhesieambulanz ist täglich von 9:00 bis 13:00 geöffnet
Vereinbaren sie bitte einen Termin unter der TelNr.: (05055472) 38241
Hier bespricht der/die Narkosearzt/Narkoseärztin die Narkose und führt notwendige Voruntersuchungen durch und Sie unterschreiben die Narkoseeinwilligung
Als Narkoseverfahren kann sowohl eine Vollnarkose als auch ein Regionalanästhesieverfahren (Teilnarkose mittels örtlichem Betäubungsmittel) angewandt werden.
Ablauf am Operationstag:
Am OP Tag kommen Sie bitte um 07:00 ins LKH Bad Ischl (außer, eine andere Uhrzeit wurde vereinbart)!
Von der „Zentralen Aufnahme“ wird Ihnen der Weg auf die Station gezeigt.
Sie melden sich am Pflegestützpunkt, wo Ihnen Ihr Zimmer zugewiesen wird.
Sie werden über evtl. Änderungen Ihres Gesundheitszustandes seit OP – Terminvereinbarung befragt.
Ca. eine halbe Stunde vor Eingriff werden Sie für die OP vorbereitet.
Betäubungen des Operationsgebietes mit Lokalanästhetikum (periphere Regionalanästhesie) werden
Im OP – Vorbereitungsraum gesetzt, Allgemeinnarkosen oder Spinalanästhesien („Kreuzstich“) werden im OP durchgeführt.
Nach der Operation kommen Sie zur Überwachung in den Aufwachraum und es werden regelmäßig Blutdruck und Puls kontrolliert.
Bei Schmerzen werden Ihnen Schmerzmittel verabreicht.
Nach einer bestimmten Überwachungszeit (richtet sich nach Narkose und Operationsdauer) werden sie auf die Pflegestation gebracht.
Die Aufenthaltsdauer danach richtet sich nach Narkoseverfahren und Operation.(Minimum 3 h).
Wenn es Ihnen gut geht, können Sie nach ärztlicher Visite in Begleitung das Krankenhaus verlassen.
Grundsätzlich ist der Entlassungszeitpunkt individuell und flexibel zu handhaben. Er richtet sich nach der OP-Zeit, der Narkoseform und nicht zuletzt auch nach der Operation und dem postoperativen Verlauf.
Bei geringstem Zweifel an einer gefahrlosen Entlassung wird immer eine stationäre Aufnahme erfolgen!
Als minimalen Richtwert kann man 3 Stunden angeben, die Entlassung kann aber auch erst nach 12 Stunden erfolgen.
Sie erhalten einen Arztbrief mit weiteren Informationen und bei Bedarf ein Rezept für Medikamente.
Die ersten 24 Stunden dürfen sie nicht alleine zu Hause sein und Kinder müssen unter Beobachtung bleiben.
Wir wünschen Ihnen für den bevorstehenden Eingriff alles Gute und stehen Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.
Ihr Anästhesieteam