Inhalt:
Historie
Krankenhauschronik
Das Krankenhauswesen im Salzkammergut kann auf eine lange Tradition hinweisen. Bereits im 15.Jahrhundert, zur Zeit Kaiser Maximilians I., dem letzten Ritter, gab es nachweislich in Hallstatt ein “Spittel”, das vor allem für kranke und sieche Bergknappen und Salinenarbeiter bestimmt war. Bald nach der Aufnahme der Salzförderung am Ischler Salzberg (1563) wurde auch im Markt Ischl eine ähnliche Einrichtung geschaffen.
| 1586 Ein Siechenhäusl und ein Siechenmeister wird urkundlich erwähnt. |
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1771 Das Bürgerspital hinter der Kirche muss dem Kirchenneubau weichen.
1787 Neubau des Bürgerspitals auf der Pfarrwiese
1800 Das Bürgerspital wird durch Stiftungsbrief zum Pfründnerhaus abgewertet.
1823 Gründung des ersten Sole-Badehauses durch Dr.Götz und Dr.Wirer.
1828 Errichtung des « Wirerspitals » durch Aufstockung des Pfründnerhauses.
1841 Entstehung des « Brenner Spitals » im Ortsteil Eglmoos aus Spendenmitteln,
die Dr.Josef Brenner durch seine Initiativen sammelt.
1897 Der Beschluss des Gemeinderates ein neues Krankenhaus zu errichten, wird
durch die Hochwasserkatastrophen von 1898 und 1899 zunichte gemacht.
1907 Neuerliche Beschlussfassung zum 60. Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef.
1908 Am 20.August erfolgt die Grundsteinlegung im Beisein des greisen Monarchen am heutigen Standort nach einer Planung von Architekt Franz Schimitzek im Jugendstil.
1910 Am 29.Mai wird das « Kaiserin Elisabeth Krankenhaus » nach einer Rekord-bauzeit von 21 Monaten feierlich eröffnet, der erste Primar war Dr.Max Mayer.
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1914 Bad Ischl wird zur Lazarettstadt, Schulen und Heilanstalten werden Behelfslazarette.
1938 Der ärztliche Leiter Dr.Wurnig wird zwangsweise nach Königsberg abkommandiert.
1939 Gründung einer Schwesternschule durch die NS-Schwesternschaft.
1940 Bad Ischl wird wieder Lazarettstadt, z.B. Luftwaffenlazarett « Kaiserkrone ».
1941 Verkauf des Krankenhauses durch den Gemeinderat an den Landrat des Kreises Gmunden.
1945 Die Bezirksverwaltungsbehörde Gmunden übernimmt die Trägerschaft.
1946 Lazarette werden vom Bund übernommen, die Kaiserkrone wird « Bundesstaatliche Neurochirurgische Krankenanstalt », zuständig für Westösterreich.
1949 Mit 2.Jänner 1949 wird das A.ö.Krankenhaus Bad Ischl in die Trägerschaft des Landes Oberösterreich übernommen. Der Kaufvertrag vom 15.November 1949 schließt diesen Akt ab. Das Land Oberösterreich erwirbt um einen Kaufschilling von 113.646,75 das gesamte Grundstück (16.105 m²) mit Liegenschaft.
Der ärztliche Leiter Prim.Dr.Anton Wurnig und Verwaltungsleiter Johann Voglhuber werden vom neuen Dienstgeber übernommen, alle übrigen 61 Mitarbeiter werden von der Bezirkshauptmannschaft gekündigt. Ob eine vollzählige Wiedereinstellung erfolgte, ist nicht bekannt, die sieben geistlichen Schwestern erhalten einen Sondervertrag.
Der neue Rechtsträger übernimmt eine schwere Aufgabe. Das Haus ist völlig veraltet, die Platzverhältnisse unzureichend und die Patientenunterbringung in gewissen Bereichen sehr bedenklich.
1950 Neue großzügige Ausbaupläne werden erstellt, für die Verwirklichung fehlen aber in den nächsten zehn Jahren die Mittel.
1958 Primarius Dr.Josef Strobl wird neuer ärztlicher Leiter. Er erhält die Aufgabe, das Neubaukonzept zu betreiben.
1962 Der Baubeginn des neuen Krankenhauses erfolgt am 8.Mai 1962. Nach der Rohbauerstellung wird das Baugeschehen aus finanziellen Gründen eingestellt. Durch die Verzögerung werden unter der Ärzteschaft und der Bevölkerung kritische Stimmen laut.
| 1967 Nach fünf langen Jahren erfolgt am 5. Juli 1967 die heiß ersehnte Eröffnung und Einweihung des Neubaues. Das neue Haus weist eine Kapazität von 176 Betten auf. Landeshauptmann DDr. Heinrich Gleißner hält die Festsprache vor dem zahlreich erschienenen Publikum. Spitalsreferent Landesrat Gerhard Possart übergibt das neue Haus seiner Bestimmung. Die Gesamtbaukosten betragen öS 75 Millionen |
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1968 Nach vielen fehlgeschlagenen Verhandlungen und Protesten wird am 31.12.1968 die „Bundesstaatliche Neurochirurgische Krankenanstalt“ Kaiserkrone geschlossen. Teile aus den Fachabteilungen Neurologie, HNO und Augen werden samt Personal und Ausstattung vom Landeskrankenhaus übernommen, ebenso die Patienten der Internen Abteilung von Primarius Dr. Meguscher. Die zusätzlichen Fächer werden in Form einer bettenführenden Konsiliarstation provisorisch im Altbau betrieben. Aufgrund dieser Situation entschließt sich der Träger zum Bau eines weiteren Bettentraktes.
1969 Baubeginn des Bettentraktes II im Westen des bestehenden Neubaues.
1970 Der anhaltende Schwesternmangel veranlasst den Anstaltsträger zur Errichtung einer Ausbildungsstätte für diplomiertes Pflegepersonal. Die Schwesternschule wird vorerst provisorisch im Altbau untergebracht.'
1971 Der Bettentrakt wird eröffnet, die allmähliche Endausstattung und Belegung der Stationen erfolgt in den nächsten zwei Jahren. Im November 1973 ist das Haus voll in Betrieb. Die Gesamtbaukosten betragen S 45 Millionen, das Krankenhaus verfügt nun über 287 Betten. Durch die Verdoppelung der Bettenkapazität und das starke Ansteigen der Unfälle platzt in der Zwischenzeit der medizinische Funktionsbereich (Unfall-Ambulanz, OP, Intensivstation usw.) völlig aus den Nähten. Deshalb muss ein weiterer Ausbau des Hauses geplant werden.
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1973 Errichtung der Krankenpflegeschule und eines Schüler-Wohnheimes im Anschluss an den Bettentrakt I.
1974 Diese notwendigen Einrichtungen werden Ende des Jahres fertiggestellt. Die feierliche Einweihung und Eröffnung erfolgt durch LHStv. Gerhard Possart. Die Baukosten betragen rund 17 Millionen Schilling, die Bauausführung erfolgte durch die LAWOG.
1975 Die steigende Personalzahl und die starke Nachfrage nach Wohnungen bei Personaleinstellungen veranlasst zum Bau eines weiteren Personalhauses (Grazer Str. 27b). Der Spatenstich findet am 24. Juni 1975 statt, die Übergabe der Wohnungen erfolgt am 27.10.1976.
1976 Im nördlichen Teil des Altbaues wird das Erdgeschoss saniert und für eine Kinderstation ausgebaut, die Eröffnung erfolgt am 15. November.
1977 Erste konkrete Gespräche über die Erweiterung des Zentraltraktes mit dem neuen Leiter der Abteilung ökonomische und administrative Landesangelegenheiten, Herrn Hofrat Dr. Wagner.
1978 Anlässlich der Feier „150 Jahre Krankenhaus Bad Ischl“ teilt Anstaltenreferent Possart am 27. Mai mit, dass der Erweiterungsbau genehmigt wurde und eine Summe von S 50 Millionen zur Verfügung steht.
1979 LHStv. Gerhard Possart führt am 18. Jänner den Spatenstich für den Erweiterungsbau durch und bis Jahresende ist der Rohbau fertiggestellt.
1980 Die Gleichenfeier für den gesamten Rohbau erfolgt am 7. August, die Unfallambulanz ist fertiggestellt, der OP-Bereich provisorisch in den Altbau verlegt.
1983 Da der gesamte Krankenhausbetrieb aufrechterhalten werden muss, erweist sich der Erweiterungsbau als sehr problematisch und schwierig. Unter Einsatz aller Kräfte kann der Bau im Mai fertiggestellt und am 9. Juni eröffnet werden. Die Baukosten erhöhen sich um das Zweieinhalbfache auf S 130 Millionen.
1984 In den leergewordenen Räumen des Altbaues eröffnet Anstaltenreferent Possart am 22. September die MS- Station, eine Therapiestätte mit 15 Betten für Patienten, die an Multipler Sklerose erkrankt sind.
1987 Die schon sehr desolate Fassade und das Dach des Altbaus werden renoviert. Die Sanitärbereiche der Kinderstation werden im Kapellenbereich erweitert.
1991 Eröffnung der neu errichteten Physiotherapie am 7. Februar.
1993 Bedingt durch einen sanitätsrechtlichen Bescheid muss die Anstaltsapotheke neu geplant werden. Durch eine Aufstockung des Bettentraktes I kann dieses Problem gelöst werden. Gleichzeitig entsteht auch ein Vortrags- und Besprechungsraum, außerdem wird die gesamte Fassade des Gebäudes erneuert. Die neue Apotheke mit einer modernen Produktionsstätte für Infusionslösungen geht im August in Betrieb. In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz wird der Notarztwagen in Betrieb genommen.
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1994 Im Erdgeschoss Altbau wird eine Interne Ambulanz eingerichtet.
1995 Inbetriebnahme des CT (Computer-Tomograph) im März; Neuerrichtung der Krankenhauskapelle im Dachgeschoß des Altbaues.
1996 Einrichtung einer provisorischen Intensivstation in den Räumen der ehemaligen Wäscherei. Im Bettentrakt I wird die Krankenzimmersanierung auf allen Stationen abgeschlossen.
1997 Die Aufstockung des Bettentraktes II wird abgeschlossen und die Station Interne II in Betrieb genommen. Die feierliche Eröffnung durch Landesrat Dr. Aichinger erfolgt am 7. August. Ende Oktober geht die schwierige Umbauphase und Neugestaltung von Zentralsterilisation, Anästhesie und Aufwachzone zu Ende.
1998 Mit 3. September wird die Unfallchirurgische Abteilung in die adaptierten Räume im Erdgeschoss Bettentrakt II verlegt. Für die Konsiliarfächer HNO, Neurologie und Augenheilkunde werden neue Ambulanz- und Funktionsräume geschaffen.
1999 Feier des Jubiläums 50 Jahre Landeskrankenhaus von 1949 – 1999 begangen mit einem Tag der offenen Tür, Festakt mit LH Dr. Josef Pühringer
2001 Am 12. Oktober 2001 wird im Bettentrakt II die modernst eingerichtete interdisziplinäre Intensivstation mit 6 Betten und die Endoskopie eröffnet. Fassadensanierung am Zentraltrakt Süd wird begonnen.
2002 Mit 1.1.2002 werden die Oberösterreichischen Landesspitäler aus der Hoheitsverwaltung ausgegliedert und in die Oberösterreichische Gesundheits- und Spitals AG (gespag) als Trägerorganisation übergeführt.
Das digitale (filmlose) Röntgen PACS wird in Betrieb genommen.
2003 Im April wurde ein eigener Fachschwerpunkt HNO installiert, dadurch konnte die medizinische Versorgung der HNO-PatientInnen in der Region gewährleistet werden. Zusammenführung der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit der Kinderstation. Umbau der MS-Station.Im Altbau wird der Neubau der Dialyse begonnen, die Krankenhausküche wird nach über 35 Betriebsjahren generalsaniert.
2004 Eröffnung der modernsten MS-Station Österreichs
Eröffnung der neu errichteten Dialysestation
Generalsanierung der Krankenhausküche
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2005 Eröffnung Funktionstrakt Nord: Eingangshalle (Portier, An- und Abmeldung, Buffet), Kreisszimmer, Rettungszufahrt, Röntgen, Speisesaal |
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2006 Übersiedelung in die neu errichtete Unfallambulanz
| 2008 Eröffnung Akutgeriatrie mit 20 Betten im 3. OG |
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